Datenverlust vorbeugen: die besten Tipps

Wenn private Urlaubsfotos oder die Lieblingsmusik vom privaten Desktop-PC oder Laptop plötzlich nicht mehr da ist, ist das ärgerlich. Der Verlust wichtiger Daten in Unternehmen ist hingegen eine Katastrophe. Zwei gute Nachrichten vorab: Zum einen lässt sich Datenverlust vermeiden. Zum anderen können auch scheinbar verloren gegangene Daten in den meisten Fällen wiederhergestellt werden.

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    Wie kommt es überhaupt zu Datenverlust?

    Die Ursachen für Datenverlust sind entweder logischer oder aber mechanischer Natur. Logische Defekte können Viren- / Trojaner oder ein Software- / Systemabsturz sein. Auch das versehentliche oder absichtliche Löschen / Überschreiben von Dateien kommt hin und wieder vor. Macht die Festplatte hingegen komische Geräusche, können physikalische Ursachen (defekte Bauteile aufgrund von Sturz, Eintritt von Flüssigkeiten, Materialverschleiß etc.) nicht ausgeschlossen werden.

    Die goldene Regel: Backup auf zweiter Festplatte!

    Die wohl effektivste Methode sind regelmäßige Backups auf einer zweiten externen Festplatte und / oder in einem Cloud-Speicher. Geht ein Datenträger kaputt, müssen die Daten anschließend lediglich wieder auf ein Neugerät überspielt werden. Ein Backup der Daten auf einer Partition der Festplatte ist nicht zu empfehlen. Kommt es beispielsweise zu einem Defekt am Schreib- / Lesekopf, sind die Daten trotzdem weg – erst einmal!

    Keine starken Temperaturschwankungen

    Physischen Schäden an Datenträgern können Sie vorbeugen, indem Sie diese keiner extremen Hitze oder Kälte aussetzen. Konkret: Weder Laptop noch externe Festplatte sollten im Sommer im heißen Auto liegen. Das gilt natürlich auch für USB-Sticks und Speicherkarten. 

    Erschütterungen als Feind von HDDs

    Bei mobilen Festplatten (externe Festplatten) oder Notebook sollten Erschütterungen unbedingt vermieden werden. Andernfalls könnte der Schreib-/Lesekopf mit der Magnetscheibe Kontakt aufnehmen. Hier spricht man dann von einem sog. Head-Crash. Häufige Folge: Klickende Geräusche und Datenverlust.

    Systeme bei Gewitter ausschalten

    Auch wenn in den meisten Fällen nichts passiert: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Um Überspannungsschäden vorzubeugen, empfehlen wir, den Mac, PC, das Notebook oder die externe Festplatte bei starken Gewittern auszuschalten. Tipp: Auch RAID-Arrays sind anfällig für Überspannungsschäden!

    Computer herunterfahren

    Festplatten für den Privatgebrauch sind anders als große Server-Systeme keine Dauerläufer. Der privaten internen oder externen HDD / SSD sollte man deshalb gelegentlich etwas Ruhe gönnen, indem man den rechner herunterfährt bzw. die externe Platte ausschaltet.

    Antiviren-Software nutzen

    Firewalls und Antiviren-Programme sollten zur Grundausstattung jedes PCs gehören. Datenverlust, der durch den Befall mit Computerviren, Würmern oder Trojanern entsteht, kann so entgegengewirkt werden. Einen einhundertprozentigen Schutz bieten die Programme jedoch nicht.

    SMART-Überwachung

    Spezielle Tools können die SMART-Werte (SMART = „Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology“) von Festplatten auslesen. Drohende Defekte werden so im besten Fall frühzeitig erkannt. Wichtig: Nicht jedes SMART-Tool eignet sich für jeden Festplattentyp. 

    Das richtige Verhalten im Notfall

    Fall der Worst Case doch einmal eintrifft, gilt es, Ruhe zu bewahren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. In einem ersten Schritt sollte der Datenträger hart ausgeschaltet und vom Stromnetz getrennt werden. Die eigenständige Reparatur der Festplatte mit Hilfe von Recovery-Tools aus dem Internet empfehlen wir nicht. Schließlich ist nicht immer ganz klar, ob es sich um einen einzelnen logischen Schaden oder eine Verkettung von Ursachen handelt. Kontaktieren Sie stattdessen einen professionellen Datenretter vor Ort.

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