Professionelle RAID-Datenrettung zum Festpreis - ab 449 €
Kein Zugriff mehr auf den RAID-Verbund? Seit 2004 retten wir Daten nach dem Ausfall von RAID-Systemen, Servern und NAS-Geräten – bei defekten Festplatten, Controller-Schäden, abgebrochenem Rebuild oder verlorener RAID-Konfiguration. Herstellerunabhängig, im eigenen Reinraumlabor, zum Festpreis. Bei akutem Datenverlust holen wir Ihre Datenträger ab – Kosten entstehen Ihnen nur bei erfolgreicher Datenwiederherstellung.
Die Preise sind die niedrigst-möglichen Preise. Individuelle Festpreise werden nach einer professionellen Analyse Ihres Datenträgers erstellt.
PreisübersichtDie Preise sind vom individuellen Aufwand abhängig. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot mit Festpreis-Garantie.
Jetzt anfragenRAID-Datenrettung bei logischen Defekten

Bei einem logischen Defekt ist die Hardware intakt – gestört sind die Verwaltungsebene des Verbunds oder das Dateisystem. Wurden Daten teilweise oder vollständig überschrieben oder gelöscht, können wir sie in den meisten Fällen wiederherstellen, indem wir den Array virtuell rekonstruieren und die Metadaten der Dateisysteme (NTFS, ext4, Btrfs, ZFS) auswerten.
Der Datenverlust fällt dabei oft erst spät auf: Ein Volume bindet nach einem Neustart nicht mehr ein, Freigaben verschwinden aus dem Netzwerk oder ein Ordner zeigt plötzlich keinen Inhalt mehr. Weil die Nutzdaten in solchen Fällen physisch unverändert auf den Platten liegen, entscheidet vor allem eines über das Ergebnis: dass anschließend nichts mehr auf den Verbund geschrieben wird.
Typische logische Fehlerbilder bei RAID- und NAS-Systemen:
- versehentlich gelöschte oder formatierte Volumes
- Virus- oder Ransomware-Befall mit verschlüsselten oder überschriebenen Daten
- verlorene oder beschädigte RAID-Konfiguration und Metadaten
- falsch initialisiertes oder neu angelegtes Array
- fehlgeschlagenes Firmware- oder NAS-Update
- beschädigtes Dateisystem nach Stromausfall oder Absturz
- inkonsistente Parität nach einem unterbrochenen Schreibvorgang
RAID-Datenrettung bei physikalischem Schaden am Laufwerksverbund

Bei einem Ausfall der Festplatte durch Überspannung, Überhitzung oder Verarbeitungsfehler retten wir Daten schnell und zuverlässig. Defekte Laufwerke setzen wir zunächst im Reinraumlabor instand – etwa durch den Austausch von Leseköpfen oder die Reparatur der Platine – und lesen sie anschließend als schreibgeschützte Kopie aus. Eine mechanische Beschädigung der Magnetscheiben lässt sich dabei nicht rückgängig machen, wohl aber der Zugriff auf die unbeschädigten Bereiche wiederherstellen. So gelingt die Rettung auch dann, wenn im Verbund mehrere Festplatten gleichzeitig ausgefallen sind.
Weil in einem Array meist baugleiche Laufwerke aus derselben Fertigungsserie stecken, altern sie ähnlich schnell. Fällt eine Platte aus, sind die übrigen häufig ebenfalls angeschlagen: Fehlerhafte Sektoren, ein instabiler Vorverstärker oder ein bereits geschwächter Antrieb bleiben im Normalbetrieb unbemerkt, bis die Redundanz sie sichtbar macht. Angeschlagene Laufwerke lesen wir deshalb in mehreren Durchgängen und mit angepasster Lesestrategie aus, um den Zustand des Datenträgers während der Sicherung nicht weiter zu verschlechtern. Welche Anzeichen auf einen solchen Schaden hindeuten, beschreibt unsere Seite zu den Symptomen eines defekten RAID.
Häufige Ursachen für defekte RAID-Disk-Arrays
- Festplattenausfall durch Überspannung / Überhitzung
- defekter Controller oder ausgefallenes Netzteil
- Verlust der RAID-Konfiguration
- eine oder mehrere Festplatten sind defekt
- falsche Paritätsberechnung
- teilweises Überschreiben
- falsches Initialisieren des RAID-Arrays
- Verlust der Reallokationsinformationen
- Wechsel der Platten in eine falsche Reihenfolge nach einer Wartung
- abgebrochener Rebuild nach dem Tausch einer Platte
Wie ein RAID-Verbund Daten verteilt
Ein RAID ist kein großer Datenträger, sondern eine Rechenvorschrift. Die Nutzdaten werden in Blöcke fester Größe zerlegt und nach einem festen Muster über die beteiligten Laufwerke geschrieben – je nach Level als reines Striping, als Spiegelung, als Kombination aus beidem oder ergänzt um Paritätsblöcke, aus denen sich der Inhalt einer fehlenden Platte zurückrechnen lässt. Genau diese Vorschrift geht bei einem Ausfall des Controllers oder der Konfiguration verloren, während die Daten selbst noch vorhanden sind.
Für die Datenrettung ist deshalb weniger die Hardware entscheidend als die korrekte Bestimmung dieser Parameter. Fünf Angaben müssen stimmen, bevor sich ein Verbund wieder lesen lässt:
- RAID-Level – bestimmt, ob Blöcke gespiegelt, gestreift oder über Parität abgesichert sind.
- Reihenfolge der Platten – die physische Anordnung im Gehäuse entspricht nicht zwingend der logischen Reihenfolge im Array.
- Blockgröße (Stripe-Größe) – üblich sind Werte zwischen 4 KB und 1 MB; ein falscher Wert liefert ausschließlich unbrauchbare Dateien.
- Paritätsrotation – die Richtung, in der der Paritätsblock von Stripe zu Stripe wandert (links- oder rechtssymmetrisch, synchron oder asynchron).
- Startoffset – die Position, an der die Nutzdaten hinter den Metadaten des Controllers beginnen.
Datenrettung von allen bekannten RAID-Leveln
Welches Verfahren im Einsatz war, spielt für uns keine Rolle – auch historische und selten genutzte Level sind rekonstruierbar, für die kaum noch Original-Hardware verfügbar ist. Die Tabelle ordnet ein, wie viel Ausfallsicherheit das jeweilige Level bietet und worauf es bei der Wiederherstellung ankommt:
| RAID-Level | Funktionsprinzip | Ausfalltoleranz | Für die Datenrettung entscheidend |
|---|---|---|---|
| JBOD | lineare Verkettung mehrerer Platten zu einem Volume | keine | Grenzen zwischen den Platten und Startoffsets bestimmen |
| RAID 0 | Striping ohne Redundanz | keine | vollständiger Plattensatz und exakte Blockgröße nötig |
| RAID 1 | Spiegelung, jede Platte hält eine vollständige Kopie | 1 Platte | Auswahl der Platte mit dem konsistenteren Datenbestand |
| RAID 2 | Striping auf Bit-Ebene mit Hamming-Code | 1 Platte | historisch, erfordert Rekonstruktion der Fehlerkorrektur |
| RAID 3 | Striping auf Byte-Ebene, dedizierte Paritätsplatte | 1 Platte | Byte-genaue Zuordnung der Datenströme |
| RAID 4 | Block-Striping, dedizierte Paritätsplatte | 1 Platte | Parität liegt fest auf einer Platte, nicht rotierend |
| RAID 5 | Block-Striping mit verteilter Parität | 1 Platte | Paritätsrotation und Reihenfolge exakt ermitteln |
| RAID 5E / 5EE | RAID 5 mit integriertem Hot-Spare-Bereich | 1 Platte | Lage des reservierten Bereichs im Stripe berücksichtigen |
| RAID 6 | Block-Striping mit doppelter Parität (P und Q) | 2 Platten | zweite Paritätsberechnung sauber nachbilden |
| RAID 7 | proprietäre Implementierung mit eigenem Echtzeit-Betriebssystem | herstellerabhängig | herstellerspezifische Metadaten auswerten |
| RAID 10 / 0+1 | Striping über gespiegelte Paare | 1 Platte je Paar | zuordnen, welche Platten ein Spiegelpaar bilden |
| RAID 50 / 60 | Striping über mehrere Paritätsgruppen | 1 bzw. 2 Platten je Gruppe | Gruppengrenzen und zwei Verteilungsebenen trennen |
RAID-Verbund ausgefallen? Sprechen Sie mit unseren RAID-Spezialisten.
Bleibt das System nach dem Ausfall unverändert, sind die Aussichten am besten. Für eine erste fachliche Einschätzung erreichen Sie uns rund um die Uhr unter 0800-881 12 25 oder über das Kontaktformular.
Software-RAID, JBOD und Verbünde aus SSDs
Nicht jeder Laufwerksverbund hängt an einem Hardware-Controller. In Servern und NAS-Systemen kommt ebenso häufig Software-RAID zum Einsatz, bei dem das Betriebssystem die Verteilung übernimmt. Unter Linux sind das in der Regel mdadm und der Logical Volume Manager, oft ergänzt um Btrfs- oder ZFS-Pools; unter Windows sind es dynamische Datenträger und Storage Spaces. Die Metadaten liegen dabei nicht im Controller, sondern als Superblock auf den Platten selbst – ein Vorteil für die Rekonstruktion, solange dieser Bereich nicht überschrieben wurde.
Bei einem JBOD entfällt die Redundanz vollständig: Die Platten werden lediglich zu einem großen Volume verkettet und nacheinander gefüllt. Fällt ein Laufwerk aus, fehlt exakt der Teil des Datenbestands, der darauf lag – die übrigen Dateien bleiben oft vollständig rekonstruierbar, sofern die Verkettungsgrenzen sauber bestimmt werden.
Verbünde aus SSDs verhalten sich noch einmal anders. Der Controller jeder SSD verwaltet den Flash-Speicher intern, verschiebt Blöcke im Hintergrund und gibt über TRIM freigegebene Bereiche zur Löschung frei. Nach einem versehentlichen Löschen oder Formatieren schrumpft das Zeitfenster dadurch spürbar, während bei einem Firmware- oder Controllerfehler zunächst die einzelne SSD wieder lesbar gemacht werden muss, bevor der Array überhaupt zusammengesetzt werden kann. Mehr dazu auf unseren Seiten zur SSD-Datenrettung und zur Datenrettung von NAS-Systemen.
Datenwiederherstellung bei RAID-Fehlermeldungen
- lost volume
- RAID offline
- RAID critical
- Drive missing
- Invalid RAID volume
- In degraded mode Read only
- Multiple Disk Failure
- Disk failed
- failed hard drive "x"
- Problem is detected with Array "x"
💡 Gut zu wissen
Wenn Sie eine dieser Fehlermeldungen sehen: Schalten Sie das System aus, dokumentieren Sie die Fehlermeldung (Foto/Screenshot) und kontaktieren Sie uns. Unsere RAID-Experten können anhand der Fehlermeldung bereits eine erste Einschätzung geben.
Rebuild und Degraded Mode: die entscheidenden ersten Stunden
Meldet ein Verbund den Ausfall einer Platte, läuft er im Degraded Mode weiter – ohne Redundanz und damit ohne Reserve für einen zweiten Fehler. Der naheliegende Schritt, die defekte Platte zu tauschen und einen Rebuild zu starten, ist gerade dann heikel: Beim Wiederaufbau liest der Controller sämtliche verbliebenen Laufwerke vollständig aus. Bei modernen Kapazitäten dauert das Stunden bis Tage und bringt genau die schwachen Sektoren ans Licht, die im Alltag nie gelesen wurden. Das Risiko eines zweiten Ausfalls ist damit ausgerechnet in dem Moment am größten, in dem keine Redundanz mehr zur Verfügung steht. Bricht der Vorgang ab, ist der Verbund oft in einem schlechteren Zustand als zuvor.
Diese Vorgehensweise verbessert die Ausgangslage:
- Fahren Sie das System herunter und lassen Sie es ausgeschaltet, sobald Ihnen der Datenverlust auffällt
- Fotografieren Sie die Fehlermeldung des Controllers oder der NAS-Oberfläche und notieren Sie den Wortlaut
- Beschriften Sie die Position der Platten in den Einschüben, bevor Sie etwas ausbauen
- Sichern Sie die Konfigurationsdaten, solange sie abrufbar sind: RAID-Level, Blockgröße, Kapazität je Laufwerk
- Prüfen Sie vorhandene Sicherungen, bevor am Original gearbeitet wird
- Lassen Sie den Verbund unverändert und warten Sie unsere Diagnose ab
⛔ Achtung
Niemals einen Rebuild starten, wenn bereits Lesefehler auf anderen Platten vorliegen! Ein erzwungener Rebuild kann dazu führen, dass weitere Festplatten im Verbund ausfallen und ein Totalverlust aller Daten eintritt. Ebenso wenig sollte ein Array neu initialisiert, neu angelegt oder mit veränderter Plattenreihenfolge gestartet werden – dabei werden die Metadaten überschrieben, die für die Rekonstruktion gebraucht werden.
Dass ein RAID den Betrieb absichert, aber keine Sicherung ersetzt, ordnet unser Fachbeitrag RAID ist kein Backup ausführlich ein.
Warum Datenrettungssoftware bei einem RAID an ihre Grenzen stößt

Übliche Datenrettungssoftware setzt einen intakten, eingebundenen Datenträger voraus. Genau den gibt es bei einem ausgefallenen Verbund nicht: Ohne korrekt bestimmte Parameter sieht das Programm nur eine Folge zusammenhangloser Blöcke und findet allenfalls kleine, unfragmentierte Dateien. Kommt Fragmentierung über mehrere Stripes hinzu, entstehen Dateien, die sich zwar öffnen lassen, deren Inhalt aber beschädigt ist – ein Ergebnis, das auf den ersten Blick nach Erfolg aussieht.
Drei Punkte sind dabei praktisch relevant:
- Recovery-Software schreibt. Temporäre Dateien, Indizes und Wiederherstellungsziele landen im Zweifel auf dem betroffenen Volume und überschreiben genau die Bereiche, um die es geht.
- Parameter werden geraten, nicht bestimmt. RAID-fähige Programme probieren Kombinationen durch. Ein plausibel wirkendes, aber falsches Ergebnis ist schwer zu erkennen und führt die weitere Arbeit in die falsche Richtung.
- Mechanische und elektronische Defekte bleiben ungelöst. Ein Laufwerk mit defektem Lesekopf oder beschädigter Platine wird durch keine Software wieder lesbar; jeder weitere Startversuch belastet es zusätzlich.
RAID-Datenrettung im Vergleich zur klassischen Festplatten-Datenrettung
Anders als bei einer einzelnen Festplatte genügt es bei einem RAID nicht, einen Datenträger auszulesen. Die Daten liegen über mehrere Laufwerke verteilt, und erst die korrekte Rekonstruktion des Verbunds macht sie wieder lesbar. Dafür bestimmen unsere Spezialisten das RAID-Level, die Reihenfolge der Platten, die Blockgröße und die Paritätsinformationen exakt. Erst danach lassen sich Dateisysteme wie NTFS, ReFS, ext4, XFS, Btrfs, ZFS oder VMFS samt ihrer Metadaten wieder zusammensetzen.
Hinzu kommt der Aufwand: Ein Array aus acht Laufwerken bedeutet acht separate Diagnosen und acht Klonvorgänge, bevor die eigentliche Rekonstruktion beginnt. Diese Kombination vieler Einzelplatten zu einem stimmigen Array ist der zentrale Unterschied zur Datenrettung einer einzelnen Festplatte oder SSD – und der Grund, warum sich Aufwand und Dauer bei RAID-Systemen anders bemessen.
RAID-Systeme, Controller und Hersteller, die wir bearbeiten
Als Datenrettungsfirma mit eigenem Reinraumlabor arbeiten wir herstellerunabhängig – weder passende Original-Hardware noch der ursprüngliche Controller werden benötigt. In der Praxis erreichen uns vor allem diese Systeme:
- Server: Dell PowerEdge, HPE ProLiant, Fujitsu PRIMERGY, Lenovo und IBM System x, Supermicro sowie Storage-Systeme von NetApp
- Hardware-Controller: LSI / Broadcom MegaRAID, Adaptec, Areca, Dell PERC, HPE Smart Array, Intel RST
- NAS-Geräte: Synology, QNAP, Buffalo, Netgear, Western Digital, Thecus und weitere Anbieter
- Software-RAID: Linux mdadm und LVM, ZFS- und Btrfs-Pools, Windows Storage Spaces und dynamische Datenträger
- Speichermedien im Verbund: SATA- und SAS-Festplatten, SATA-, SAS- und NVMe-SSDs sowie Mischbestückungen
Was die Erfolgsaussichten einer RAID-Datenrettung bestimmt
Eine pauschale Erfolgsquote lässt sich für RAID-Systeme nicht seriös angeben – dafür unterscheiden sich die Ausgangslagen zu stark. Aus über 20 Jahren Erfahrung mit ausgefallenen Verbünden in Unternehmen, Behörden und IT-Abteilungen lässt sich jedoch klar benennen, welche Faktoren die Erfolgsquote im Einzelfall nach oben oder unten verschieben:
| Ausgangslage | Einfluss auf das Ergebnis | Was jetzt hilft |
|---|---|---|
| System sofort ausgeschaltet, seither unverändert | günstig – Metadaten und Nutzdaten sind unberührt | Zustand halten, Diagnose beauftragen |
| Vollständiger Plattensatz inklusive Hot-Spare vorhanden | günstig – alle Stripes lassen sich rechnerisch schließen | alle Laufwerke gemeinsam übergeben, Reihenfolge notieren |
| Rebuild gestartet und abgebrochen | erschwerend – Teile des Arrays wurden bereits neu geschrieben | Vorgang nicht wiederholen, Ablauf dokumentieren |
| Array neu initialisiert oder neu angelegt | erschwerend – Metadaten sind überschrieben, Nutzdaten meist noch vorhanden | keine weiteren Schreibzugriffe, Ausgangskonfiguration schildern |
| Recovery-Software auf den Originalplatten ausgeführt | erschwerend – abhängig vom Umfang der Schreibzugriffe | Vorgang beenden, Zielmedium und Umfang mitteilen |
| Mehrere Laufwerke mit mechanischem Defekt | aufwendig – Reinraumarbeit je Platte erforderlich | keine weiteren Startversuche, Laufwerke einzeln übergeben |
Kosten/Preise der RAID-Datenrettung
- Standard RAID-Datenrettung: ab 449 EUR (bei logischen Fehlern, abhängig von Anzahl und Zustand der Festplatten)
- Express RAID-Datenrettung: Festpreis auf Anfrage (24/7 Bearbeitung, individueller Aufwand)
- Anzahl der Laufwerke im Verbund, da jede Platte einzeln diagnostiziert und geklont wird
- Art des Schadens: rein logische Fälle sind weniger aufwendig als mechanische oder elektronische Defekte
- Umfang der nötigen Reinraumarbeit, etwa beim Austausch von Leseköpfen
- Komplexität des Levels – ein RAID 1 ist schneller erschlossen als ein verschachteltes RAID 60
- Dringlichkeit: Die Express-Bearbeitung läuft rund um die Uhr und wird priorisiert eingeplant
Angebot zum Festpreis anfordern
Schildern Sie uns kurz Ihr System – RAID-Level, Anzahl der Platten und was zuletzt passiert ist. Sie erreichen unsere Beratung unter 0800-881 12 25 oder über das Kontaktformular. Die Abholung der Datenträger organisieren wir deutschlandweit.
Häufige Fragen zur RAID-Datenrettung
Ist eine RAID-Datenrettung ohne den Original-Controller möglich?
Ja. Da wir den Verbund softwareseitig aus schreibgeschützten Kopien der Einzelplatten rekonstruieren, ist der Original-Controller nicht erforderlich. Wichtig sind vielmehr die korrekten Array-Parameter – RAID-Level, Reihenfolge, Blockgröße, Paritätsrotation und Startoffset –, die wir im Zuge der Analyse bestimmen. Das gilt ebenso für Systeme, deren Controller selbst der Auslöser des Ausfalls war.
Muss ich den kompletten Server einsenden oder reichen die Festplatten?
In den meisten Fällen genügen die Datenträger. Wichtig ist, dass der Satz vollständig ist – einschließlich vermeintlich defekter Laufwerke und eines eventuellen Hot-Spare – und dass die Einbaupositionen beschriftet sind. Bei NAS-Geräten mit herstellereigenem Verbund oder bei ungewöhnlichen Konfigurationen kann das Gehäuse hilfreich sein; wir stimmen das vor dem Versand kurz mit Ihnen ab.
Wie lange dauert eine RAID-Datenrettung?
Das hängt von Anzahl und Zustand der Platten sowie von der Komplexität des Arrays ab. Rein logische Fälle sind oft innerhalb weniger Tage abgeschlossen; bei physischen Schäden an mehreren Laufwerken oder verschachtelten Konfigurationen dauert die Rekonstruktion länger, weil wir jede Platte einzeln instand setzen und klonen müssen. Für zeitkritische Systeme steht eine Express-Bearbeitung rund um die Uhr bereit.
Was tun, wenn ein Rebuild bereits fehlgeschlagen ist?
Das System ausschalten und in diesem Zustand belassen. Ein zweiter Rebuild-Versuch überschreibt in der Regel weitere Bereiche und verschlechtert die Ausgangslage. Für uns ist es hilfreich zu wissen, wie weit der Vorgang gekommen ist, welche Platte getauscht wurde und ob die Reihenfolge dabei verändert wurde – aus den noch vorhandenen Metadaten können wir den ursprünglichen Zustand meist rekonstruieren.
Welche RAID-Konfigurationen lassen sich am einfachsten wiederherstellen?
Am unkompliziertesten ist ein RAID 1, da jede Platte eine vollständige Kopie enthält. RAID 5 und RAID 6 sind aufwendiger, weil die Daten über Paritätsinformationen verteilt sind und die Rotation exakt bestimmt werden muss. Verschachtelte Level wie RAID 10, 50 oder 60 erhöhen die Komplexität zusätzlich; ein RAID 0 ohne Redundanz ist am riskantesten, weil dort jede fehlende Platte eine Lücke im Datenbestand hinterlässt.
Wann lohnt sich eine Express- oder Notfall-Datenrettung?
Immer dann, wenn ein Produktivsystem steht und jeder Ausfalltag im Unternehmen Kosten verursacht – etwa bei Servern, virtuellen Maschinen oder zentralen NAS-Speichern. Die Express-Bearbeitung läuft rund um die Uhr mit priorisierter Rekonstruktion; den Festpreis nennen wir nach der Analyse.
Wie sicher und vertraulich sind meine Daten?
Die gesamte Wiederherstellung übernehmen wir im eigenen Labor – an schreibgeschützten Kopien, nicht am Original. Für die Datensicherheit heißt das: Als ISO-9001- und TÜV-zertifizierter Dienstleister für Datenrettung behandeln wir alle Daten streng vertraulich und geben sie nicht an Dritte weiter. Nach Abschluss und Ihrer Freigabe löschen wir die im Labor entstandenen Arbeitskopien.
Ablauf unserer Datenrettung
Angebot
Wir holen den Datenträger deutschlandweit vor Ort bei Ihnen ab. Alternativ bringen Sie die Festplatte in einer unserer Annahmestellen vorbei. Auf Basis einer ersten Analyse unterbreiten wir Ihnen ein Angebot zum Festpreis.
Datenrettung
Wir retten Ihre Daten im Reinraum mit Hilfe spezieller, teils individuell programmierter Software. Bei Bedarf ersetzen wir defekte Bauteile (Festplattenreparatur), um die Datenwiederherstellung durchführen zu können.
Übergabe
Sobald die Wiederherstellung der Daten erfolgreich war, übergeben wir Ihnen diese auf einem Datenträger Ihrer Wahl (neue Festplatte, USB-Stick etc.). Bezahlen müssen Sie nur bei erfolgreicher Datenrettung.
Ihre Vorteile
Kontaktieren Sie uns.
Wir retten Daten auf jedem Endgerät.
Altes Handy, neues Smartphone (Android und Apple iOS), USB-Stick oder NAS-Server: Wir retten Daten von allen gängigen Endgeräten und Speichermedien.
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