Wer Speicherplatz freigeben und deshalb die externe oder interne Festplatte formatieren möchte, sollte sich sicher sein, dass wichtige Dateien in einem Backup (Cloud-Speicher, zweiter externer Datenträger) gesichert wurden. Doch manchmal geht einem das ein oder andere durch die Lappen. Bemerkt man also nach dem Formatieren der Festplatte, dass man bestimmte Dateien noch braucht, ist der Schreck groß. Wer jetzt Ruhe bewahrt und die richtigen Schritte unternimmt, kann die (vermeintlich) gelöschten Dateien nach der Formatierung einer Festplatte oder Partition in dem meisten Fällen problemlos wiederherstellen

Formatierte Festplatte wiederherstellen: Daten nach Formatierung noch vorhanden

Nach dem Formatieren der Festplatte sind die Daten in der Regel noch vorhanden. Allerdings weiß der PC nicht mehr, wo diese Dateien liegen, da sozusagen das Inhaltsverzeichnis bzw. Zuordnungsverzeichnis des Datenträgers gelöscht wurde.

Schritt 1: Schreibvorgänge vermeiden

Nach dem Formatieren der Festplatte sind sämtliche Schreibvorgänge zu vermeiden. Andernfalls könnten Daten überschrieben und damit tatsächlich gelöscht werden. 

Schritt 2: Recovery-Tools nutzen?

Der nächste Schritt wäre, sich ein kostenloses Recovery-Tools wie „Recuva“, „Easeus Data Recovery Wizard“, “7-Data Recovery Suite” oder “TestDisk & PhotoRec” herunterzuladen – jedenfalls wenn man so mancher Anleitung im Web folgt.

Erfahrungsgemäß schaffen es die Tools jedoch selbst in der kostenpflichtigen Premium Variante nur selten, alle durch die Formatierung vermeintlich gelöschten Dateien wiederherzustellen. Und wenn sie es schaffen, dann befinden sich die Daten nach der Rettung in einem komplett unsortierten Zustand auf der Festplatte.

Als Anwender benötigt man einige Zeit, den ursprünglichen Zustand vor der Formatierung wiederherzustellen. Der Wiederherstellungsvorgang selbst kann ebenfalls mehrere Stunden oder gar Tage dauern. 

Wichtig: Bei einer defekten Festplatte sollten sowohl Schreib- als auch Lesevorgänge unbedingt vermieden werden. Der Einsatz von Datenrettungssoftware für Laien kann hier mehr schaden als nutzen.

Schritt 3: Datenrettung beauftragen

Hat man sich aus gutem Grund gegen ein vermeintliche wirkungsvolles Tool aus dem Netz entschieden oder war dieses nicht erfolgreich, sollte man die Sache einem Spezialisten übergeben. Bei logischen Fehlern, zu denen eine formatierte HDD- oder SSD-Festplatte gehört, können die Daten mit einer sehr hohen Erfolgsquote und in kürzester Zeit gerettet werden. 

Weil – anders als bei mechanischen Defekten – keine Bauteile ersetzt oder instand gesetzt werden müssen, sind auch die Kosten für eine Datenrettung nach der Formatierung einer Festplatte vergleichsweise niedrig. 

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    Lars Müller

    Lars Müller

    Leiter Datenrettungslabor

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